Let There Be Love - weblog@myblog.de
Hier gibts Konzertberichte *g* Enjoy!

*NEW*
Wer? Sean Lennon
Wo? Berlin, Columbia Club
Wann? Sonntag, 04.02.07 um 21:00 Uhr
Fotos? [Poster] [Setlist+Autogramm =)] [Vorband] [Sean 1] [No.2] [No.3] [No.4] [Yuka and House] [and Sean again!] [Awww] [close up] [Yuka]

SPEKTAKEL
You're on fire, Sean!

Und schon bin ich wieder im heimischen Hannover. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell eine Sache, auf die man sich mehrere Monate gefreut hat, dann wieder vorbei ist. So auch bei Sean Lennon, den wir gestern Abend zum ersten mal live und on stage erleben durften, und es hat sich absolut jede einzelne Minute der recht teuren und aufwendigen Fahrt gelohnt, um Sean dann knappe 1 1/2 Stunden vor uns auf der Bühne stehen zu sehen und als einzige zwei Mädels (jedenfalls in der ersten Reihe, wo wir genau in der Mitte standen) jedes einzelne Wort mitzusingen und Sean zu beobachten, wie er uns anschaute und sich vor Grinsen kaum noch einkriegen konnte.
Nachdem wir in Berlin am ganz neuen Hbf angekommen waren, mussten wir erstmal mit dem Bus zur Jugendherberge fahren, und wieder einmal hat sich mein Klischee des absolut unfreundlichen Busfahrers bestätigt. Nur weil ich knappe 15 Sekunden gebraucht hab, um das Geld aus dem Portemonnaie zu sammeln, kam vom Fahrer schon wieder in einem sehr unfreundlichen Ton und mit berlinerischem Aktzent ein "Nu komm' ma in die Hufe, junges Fräulein!" Tch, unmöglich *g*
Angekommen in der JuHe durften wir erstmal erfahren, dass wir unser Zimmer mit noch einem jungen Herren und einer Frau teilen mussten, was uns nicht so sehr zusagte, aber immerhin gab es genug Schließfächer um unser Eigentum zu schützen.
Um 15:30 entschieden wir uns, loszugehen, zu Fuß, so konnten wir wenigstens mal wieder ein bisschen was von unserer Hauptstadt sehen. Wir kamen schließlich schon um kurz nach 16:00 Uhr am Columbia Club direkt gegenüber vom Flughafen Tempelhof an.
Natürlich war das mal wieder viel zu früh, aber trotzdem standen bei unserer Ankunft schon zwei junge Mädchen und drei ältere Herren der Fraktion *Beatles-Fan der ersten Stunde* vor dem Club und warteten. Da wir uns recht albern vorkamen, schon so früh dort zu stehen, drehten wir allerdings wieder um und schlenderten ein wenig durch die unmittelbare Umgebung. Als wir wieder am Columbia Club ankamen, verschwanden grad die meisten der Wartenden wieder, wahrscheinlich nach Hause oder in eine Kneipe, was wir vielleicht auch besser hätten tun sollen.
Aber ca. um 17:30 begannen Sean und die Band dann mit dem Soundcheck, was toll war, denn nun hatten wir wenigstens etwas zu tun. Wir konnten nämlich sehr gut zuhören, und da einige Menschen vom RBB Radio zeitweise die Türen offen stehen ließen, auch die Band sehr gut sehen. Sean hatte zu dem Zeitpunkt einen weinroten, viel zu engen (tihi) Pullover an und einen schwarzen Hut auf dem Kopf! Yuka am Keyboard schien etwas gelangweilt, aber ich freute mich total, sie endlich mal "in Echt" zu sehen.
Wir kamen dann mit einem Mitwartenden ins Gespräch, der dem Alter unseres Papas sehr nahe kam und der sich als ein absoluter Beatles-Ultra outete. Er hatte sogar eine Uhr mit einem Yellow Submarine als Sekundenzeiger *lol* Seans Musik kannte er nicht wirklich, hatte aber in "Friendly Fire" ein bis zwei mal reingehört, fragte uns beide aber die ganze Zeit, wie man denn dazu käme, in unserem Alter die Beatles zu hören und wie man überhaupt zum Sean Lennon-fan werden konnte!
Um kurz nach 20:00 Uhr wurden wir dann endlich in den Club gelassen, der sich als noch kleiner herausstellte als ich erwartet hatte. Maximal 300 Leute würden da hineinpassen, aber da hätte es schon ein großes Gedränge gegeben. Wir allerdings hatten massig viel Platz, sowohl nebeneinander als auch hinter uns, der Andrang hielt sich mit schätzungsweise 150 Besuchern also wirklich in Grenzen, was ich sehr schade fand, da Seans Musik im Gegensatz zu der vieler anderer Künstler wirklich eine hohe Qualität zeigt, sowohl im Songwriting als auch in den Arrangements, naja...
Um 21:00 Uhr kam endlich die Vorband auf die Bühne, eine italienische Combo namens Joujoux D'antan, bestehend aus 5 jungen, Schlips und Hemd tragenden Männern von denen der Gitarrist seltsamerweise Sean zum verwechseln ähnlich sah, seine Schultern aber die gesamte Zeit so hoch zog, dass ich dachte, gleich sieht man seinen Kopf nicht mehr *g* Der Sänger hingegen sah Pete Doherty auf eine gewisse Weise sehr ähnlich! Die Musik ließe sich als sehr "Avant Garde" bezeichnen, aber absolut cool, mir hat sie jedenfalls gefallen.
Um 22:00 war das Umbauen der Bühne für Seans Auftritt so gut wie beendet und wir konnten auch langsam nicht mehr auf dem Gitter lehnen, es wurde also Zeit dass der werte Herr sich endlich herbequemte.
Schließlich kam er dann auch, samt Band, bestehend aus dem deutsch sprechenden Gitarristen, dem netten Schlagzeuger, dem Bassisten namens "House" und Yuka Honda. Sean war ohne Hut, den hatte Yuka nun auf, dafür aber jetzt schick in Blazer und Krawatte und der klassischen Hornbrille, ohne die Sean einfach nicht auf die Bühne geht. Das Konzert ist ohne Worte, die Lieder waren wunderschön, live noch viel besser als auf der CD, für "Headlights" hatte die Band gemeinsam ein neues Arrangement entwickelt das beim Publikum super ankam und einzig bei "Would I Be The One" war Sean nicht ganz glücklich mit dem Sound. Superlustig waren hingegen die Sprüche von Sean zwischen den Liedern, unter Anderem dazu, dass es ihm sehr leid tue, dass er kein Deutsch spreche, er sich dann von uns aber sagen ließ, was "Spectacle" auf Deutsch heißt und nachdem er gelernt hatte, dass "Spektakel" ja fast genau so klingt, schien Deutsch wohl doch nicht mehr so schwer *g* Dass er in den Nachrichten gehört hatte, dass die globale Erwärmung wahr ist und er doch immer schon genau das im Gefühl hatte, musste er uns auch unbedingt mitteilen, doch der absolute Brüller war seine ausgedachte Geschichte über Lionel Richie, der nackt McDonals überfallen hatte, dann von der Polizei allerdings für irgend wen anders gehalten wurde und dann vorsingen musste und einen falschen Schnurrbart rausholen musste, damit die Polizei ihm glaubte. Sean sollte Komiker werden, falls es mit der Musikalischen Karriere mal nicht mehr so klappt; er hatte jedenfalls alle Sympathie des Publikums auf seiner Seite.
Diese Intimität war auch das schöne an so einem klitzekleinen Konzert, Sean konnte wirklich mit uns reden, konnte verstehen was wir sagten und das ist einfach etwas, was bei einem 6.000 bis 10.000 Leute Konzert wegfällt.
Nachdem er mit "Mystery Juice" mit dem einzigen Lied vom ersten Album abgeschlossen hatte und mit riesen Applaus von uns verabschiedet wurde, besorgte ich mir von einem netten Roadie eine der Setlists und ließ Sean anschließend darauf unterschreiben =)) Meiner Schwester gab er ein Autogramm auf ihre "Friendly Fire" CD und glücklich konnten wir uns schließlich auf den Weg in die JuHe machen. Allerdings überholte uns dann noch der Tourbus von Sean und als wir uns absolut zum Affen gemacht hatten und wie doof gewunken und gerufen hatten, kam endlich auch ein Hupen vom Busfahrer zurück. Na bitte, es geht doch *g*

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Wer? Oasis
Wo? Lille, France, Zénith Aréna
Wann? Dimanche 29 Janvier 2006 a 18:30
Fotos? [Noel] [Liam] [Autogramme] [Tourbusse] [We met Noel] [Noel Pro] [Liam Pro] [Setlist]

Wir sind einfach FREAKS!!!

Daaaa bin ich wieder zu Hause. Was soll ich sagen, es war das genialste Wochende seit langem. OASIS, man!
Die Fahrt nach Lille am Samstag, genau wie die Rückfahrt am Montag hat fast nen ganzen Tag gedauert, was wirklich anstrengend und nervig war, aber auch sehr lustig, Teresa und ich haben uns die Zeit eigentlich ganz gut vertrieben. (Drogenschmugglerkinder, tihi)
Außerdem war das Konzert ja leider Gottes in Frankreich... ich kann diese Franzosen einfach nicht verstehen und das nicht nur wegen der bescheuerten Sprache und der Ignoranz gegenüber Englisch oder sonst einer anderen Sprache außer Französisch, aber naja. Das schlimmere war ja noch, dass Oasis-Fans - in Deutschland jedenfalls - völlig anders drauf sind als dort und nicht wie irgendwelche aggro-hip-hopper rumrennen. Und dann kam noch dazu, dass ein Großteil der französischen Konzertbesucher typische Wonderwall- und Don't Look Back In Anger-Fans waren, was sehr sehr schade war, als Noel dann The Masterplan gesungen hat (Der Höhepunkt des Konzerts, jedenfalls für mich!) und außer den paar Deutschen und Engländern kaum einer mitgesungen hat.
Aber sonst hat das Konzert wieder mal sowas von gerockt! Morning Glory in der leicht veränderten Version war ja sowas von genial und Guess God Thinks I'm Abel wurde ebenfalls in einer super Version gespielt, vor allem die Intro gefiel mir da sehr.
Noel wirkte, wenigstens zu Anfang, auch überhaupt nicht so depressiv wie sonst und Liam war eh wie immer 'cool as fuck' xD
Vorband war übrigens 'Yeti' die ja mal sowas von schlecht waren, dass ich es traurig fand, sowas vor Oasis sehen zu müssen, welche aber von den Franzosen total positiv aufgenommen wurden. Von uns beiden wurde die Band dafür so wie es sich gehört schön ausgebuht und mit 'Oasis!'-Rufen zwischen den Liedern auf ihr nicht vorhandenes Talent aufmerksam gemacht.
Alles in allem hat sich das ewige Warten vor dem Konzert in Eiseskälte aber wirklich gelohnt, auch wenn wir zwischenzeitlich dachten, wir erleben den Beginn des Konzerts nicht mehr, weil wir sowas von eingefrohren waren.
Zu wenig getrunken hatte ich auch, sodass ich nach A Bell Will Ring mit Kreislaufproblemen von einem Security-Menschen aus der Menge gezogen wurde, aber im Endeffekt habe ich nur Live Forever verpasst, denn danach habe ich mich von ganz hinten wieder in die Menge gestürzt und habe es geschafft, bis zu The Meaning Of Soul wieder ganz vorne zu stehen, da wo ich auch zu Anfang stand.
Nach dem Konzert haben wir uns dann zur hinteren Ausfahrt begeben um auf die Band zu warten. Zuerst haben wir dann Liam gesichtet, der uns aber nur zugewunken hat und dann in seinen Tourbus verschwunden ist. Noel kam viel später und wollte schon in seinen Tourbus verschwinden, ist dann aber doch unseren ewig lauten 'NOEL!'-Rufen gefolgt und hat brav den Fans Autogramme gegeben und hat sich fotografieren lassen. Mein Gott, das war NOEL-fucking-GALLAGHER, der da so nah vor mir stand. Natürlich musste dann der Akku von meiner Digi-Cam aufgeben (scheiße!) aber die Bilder habe ich natürlich in meinem Kopf. Ahhh, hat mich das glücklich gemacht. Der Kerl ist einfach der Größte! Heroin-Andy ist dann auch noch zum Autogramme schreiben gekommen, was auch sehr toll war, aber da ging meine Kamera schon lange nicht mehr. Aber egal, man, war das ein toller Abend!!!!!

































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